Was ist das?

Ein Vormantelpflegeheim ist ein Vorläufer des informellen Pflegeheims. In vielen Fällen kümmern sich die Menschen zwar umeinander und leisten leichte Pflege, aber eine tatsächliche informelle Pflegesituation ist noch kein Thema. In diesem Fall kann das Vor-Pflegeheim eine Lösung bieten.

  • Das Vormantelpflegeheim ist ein vorübergehendes Heim, das an das Haupthaus angegliedert wird.
  • Es kann auch ein Teil des Haupthauses sein, der als separate Wohneinheit eingerichtet ist. 

Für die Unterbringung des Pflegeheims ist eine befristete Umweltgenehmigung erforderlich. Wenn sie erteilt wird, gilt sie für einen Zeitraum von maximal 10 Jahren.
Die Regelung ist nicht für die Hinzufügung von dauerhaftem Wohnraum, denk dauerhafte Aufteilung des Hauses, einen Funktionswechsel oder eine Vermietung gedacht.

Wie funktioniert das?

Das Pre-Mantle-Pflegeheim ist für Bewohner bestimmt, die mindestens das gesetzliche Rentenalter erreicht haben (derzeit liegt das gesetzliche Rentenalter bei 67 Jahren) und die leichte Pflege innerhalb ihres eigenen sozialen Netzes (oft Familie) erhalten. Sie erklären auch gemeinsam, dass sie diese Pflege untereinander leisten werden, wenn sie anfallen sollte. Ab dem anspruchsberechtigten AOW-Alter ist keine Angabe mehr erforderlich.
Wenn jemand, der jünger als das anspruchsberechtigte AOW-Alter ist, pflegebedürftig wird, treffen wir eine individuelle Regelung und bitten um eine ärztliche Erklärung. Denk Beispiel ein Familienmitglied mit einer fortschreitenden chronischen Krankheit oder ein Kind mit einer Behinderung.

Regeln für ein Pflegeheim vor der Ummantelung

Vormantelfreie Pflegeheime sind nicht genehmigungsfrei. Wenn das Heim den Vorschriften entspricht und auch platziert werden kann, erteilt die Gemeinde eine befristete Umweltgenehmigung für 10 Jahre. Wenn die Pflege zunimmt, kann das Heim während dieser 10 Jahre oder danach in ein Vormantelpflegeheim umgewandelt werden. Die Vorschriften für die Unterbringung in einem Vorpflegeheim finden Sie in den Richtlinien für Vorpflegeheime.
Die (zukünftige) Pflegeperson und die betreute Person haben eine langfristige soziale Beziehung. Die Pflegeperson kann in der Hauptwohnung leben und die betreute Person in der Vorpflegeeinrichtung, aber auch umgekehrt. Denk Familienmitglieder wie Eltern und Kinder. Es kann sich aber auch um eine langfristige Freundschaft handeln.

Endet die Pflegesituation z. B. durch einen Umzug oder einen Todesfall, muss die Wohnung innerhalb von zwei Monaten geräumt werden. Wenn das Vormantelpflegeheim in der bestehenden Hauptwohnung eingerichtet wird, muss dessen Nutzung beendet werden. Da es sich hier nicht um ein "einfaches" Hinzufügen einer Wohnung handelt, machen wir die Unterbringung des Vormantelpflegeheims von der Unterzeichnung einer Pflegeerklärung abhängig. Darin erklären die künftigen Pflegepersonen, dass sie die Pflege übernehmen werden, sobald und solange sie erforderlich ist. Darin geben alle Beteiligten (Betreuer und Betreute) auch ihr Einverständnis mit dem Vormantelpflegeheim.

Was muss ich tun?

Für die Realisierung einer Vor-Pflegewohnung muss eine Umgebungsgenehmigung beantragt werden. Dies können Sie über das Umgebungsloket tun.
Wir empfehlen Ihnen, zunächst die Richtlinie und die Pflegeerklärung zu lesen, bevor Sie eine anmeldung .

Datenschutz

Alle Informationen, die Sie uns zur verfügung stellen, werden sorgfältig behandelt. Personen- und/oder adressdaten werden ausschließlich für den zweck verwendet, für den Sie sie bereitgestellt haben.

Erklärung Pre-mantle Pflegeheim gegenseitige Pflegeleistungen

Herr und Frau Luiten wohnen in einer Wohnung für die Vorstufe der häuslichen Pflege

Vier Generationen auf einem Hof dank eines „Pre-Mantelzorg“-Hauses: „Der Hof bleibt lebendig“

Vier Generationen, die unter einem Dach leben, jede mit ihrem eigenen Platz, aber immer in unmittelbarer Nähe. Auf dem Grundstück der Familie Vaags Luiten in Aalten ist dies mittlerweile Realität. Herr und Frau Luiten, beide in den Achtzigern, zogen in ein Vor-Pflegeheim auf ihrem eigenen Grundstück. Ihr ehemaliges Haus wurde zum neuen Zuhause ihrer Enkelin, ihres Mannes und ihrer kleinen Tochter. Und im Bauernhaus auf dem Hof wohnen Edwin Vaags und seine Frau, die nach ihrer Heirat bei ihren Eltern eingezogen sind. Das Ergebnis? Ruhe, Leben und ein Hof, der für die Zukunft gerüstet ist.

Wie alles begann: Die Frage, die viele Familien kennen

Wie in vielen Familien kam irgendwann die Frage auf: Wie sollen wir das später machen? Herr und Frau Luiten hatten ein Alter erreicht, in dem es sinnvoll erschien, in eine kleinere Wohnung zu ziehen, aber sie wollten am liebsten an ihrem vertrauten Ort bleiben. „Mein Schwiegervater wollte gerne dort wohnen bleiben, wo er schon immer gewohnt hatte: auf seinem eigenen Grundstück, mit seinem eigenen Gemüsegarten. Alles bleibt gleich, nur etwas kleiner“, erzählt Edwin.
Die Idee eines „Pre-Mantelzorg“-Hauses kam über Umwege auf sie zu. Im November 2024 wurde der erste termin bei der Gemeinde termin , und von da an ging es schnell. Im April 2025 stand das Häuschen bereits. „Die Gemeinde hat sehr flexibel mitgearbeitet, und auch der Bauunternehmer wusste genau, was zu tun war.“

Ein reibungsloser Ablauf mit der Gemeinde

Das Antragsverfahren erwies sich als weniger kompliziert als gedacht. „Das war für uns eine 300-prozentige Überraschung“, sagt Edwin. „Die Gemeinde hat uns gut unterstützt.“ Da kein offizieller Pflegebedarf schriftlich vorlag, fiel die anmeldung unter „Mantelzorg“, sondern unter „Pre-Mantelzorg“. Für das Verfahren machte das keinen Unterschied; die anmeldung genauso, außer dass Verwaltungskosten (die sogenannten Leerkosten) in Rechnung gestellt wurden, was bei Mantelzorg-Wohnungen nicht der Fall ist.

Vom Plan zur Umsetzung

Bei einem (Vor-)Pflegehaus ist es notwendig, die Nachbarn zu informieren, aber glücklicherweise reagierten diese begeistert. „Alle finden es schön, dass Opa und Oma in der Nachbarschaft wohnen bleiben können.
Die Errichtung des Häuschens verlief reibungslos und effizient. Dank des Bauunternehmers, der genau wusste, was möglich war und was nicht, wurden die Bewohner während des gesamten Prozesses gut begleitet. Dies führte zu einer schnellen und reibungslosen Aufstellung des Häuschens, wobei der Tag selbst ein echtes Ereignis war: „Um 6 Uhr haben sie angefangen und um 12 Uhr stand das Haus!“ Auch die Versorgungsanschlüsse waren gut geregelt. Die Versorgungsleitungen wurden vom bestehenden Wohnhaus zum neuen Häuschen verlegt, sodass es zu keiner Netzüberlastung kam und sich die Bewohner darüber keine Sorgen machen mussten.

Ein Hof, der wieder zum Leben erwacht

Das „Pre-Mantelzorg“-Haus bringt Ruhe, Gemütlichkeit und Zukunft auf den Hof. Herr und Frau Luiten leben selbstständig in ihrem neuen Haus, während ihre Enkelin in ihrem ehemaligen Zuhause einen schönen Platz gefunden hat. Für Edwin fühlt es sich zudem wie eine Form der Gegenseitigkeit an: „Meine Schwiegereltern haben sich immer um unsere Kinder gekümmert, jetzt können wir etwas zurückgeben.“ Gleichzeitig sorgt der Umzug von Opa und Oma für Bewegung: Da sie auf ihrem eigenen Hof kleiner wohnen, wurde ihr Haus für die nächste Generation frei. Oder wie Edwin es zusammenfasst: „Der Hof bleibt lebendig. Alles kann so weitergehen wie immer, aber jetzt mit neuer Lebendigkeit.“

Für andere Einwohner, die sich nicht sicher sind, ob eine (Vor-)Pflegewohnung das Richtige für sie ist, hat Edwin eine klare Botschaft: „Auf jeden Fall prüfen. Und wenn die Möglichkeit besteht: einfach machen! Wie schön ist es doch, wenn man die Menschen in der Nähe behalten kann.“

Herr und Frau Luiten stehen vor ihrem neuen Pflegeheim