Vorbereitung von Notfallstützpunkten in der Gemeinde

Alle Gemeinden in den Niederlanden werden in den kommenden Jahren Notfallzentren einrichten. Dabei handelt es sich um Orte, an die sich die Einwohner während einer großen und lang anhaltenden Notsituation wenden können, wenn sie dringend Hilfe benötigen und diese nicht selbst organisieren können, beispielsweise bei medizinischer Abhängigkeit von Strom oder wenn kein Kontakt zu den Rettungsdiensten möglich ist.

Zur Vorbereitung darauf werden landesweit Pilotprojekte durchgeführt. Innerhalb der Sicherheitsregion Nord- und Ost-Gelderland untersuchen vier Gemeinden jeweils an einem eigenen Standort, was erforderlich ist, damit eine Notfallstation reibungslos funktioniert. Dabei geht es um die Organisation, die Ausstattung und die Zusammenarbeit mit Partnern, aber auch darum, wie die Einwohner informiert werden.

„De Kiem“ in Dinxperlo als Pilot-Notfallhilfezentrum

Die Gemeinde Aalten ist eine der Pilotgemeinden und hat das Gebäude von De Kiem in Dinxperlo als Pilot-Notfallhilfezentrum im Blick. Die Wahl der Gemeinde Aalten als Pilotgemeinde und von De Kiem als Notfallhilfezentrum hängt mit unserer Lage an der Grenze zusammen. Auf deutscher Seite wurden bereits mehrere Notfallhilfezentren eingerichtet. In diesem Pilotprojekt untersuchen wir, wie ein Notfallhilfezentrum in der Praxis funktionieren kann, was dafür erforderlich ist und ob eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit möglich ist.
Die Erfahrungen mit der Notfallstation De Kiem nutzen wir, um in unserer eigenen Gemeinde an anderen Standorten Notfallstationen gut einzurichten. Unsere Erfahrungen mit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und der gemeinsamen Nutzung von Notfallstationen durch niederländische und deutsche Einwohner sind auch für andere Grenzgemeinden wertvoll.

Was ist eine Notfallstation?

Eine Notfallstation ist ein Ort, an den sich die Einwohner während einer großen und lang anhaltenden Notsituation wenden können, wenn sie dringend Hilfe benötigen und selbst keine Lösung finden können.
An einer Notfallstation können Einwohner Informationen über die Situation und darüber erhalten, was sie tun können. In Notfällen kann auch Kontakt zu Rettungsdiensten wie Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst aufgenommen werden. Manchmal ist auch eine begrenzte Unterstützung möglich, beispielsweise wenn Menschen für medizinische Geräte auf Strom angewiesen sind oder wenn Medikamente gekühlt aufbewahrt werden müssen.
Eine Notfallstation ist ausdrücklich kein Ort für Unterkunft oder längeren Aufenthalt und auch kein Ort, an dem Essen oder Wasser ausgegeben wird oder an dem Telefone oder Laptops aufgeladen werden können.

Warum ist das notwendig?

Bei der Einrichtung von Notfallzentren geht es darum, sich auf mögliche Notfälle vorzubereiten. Denken Sie dabei an Störungen lebenswichtiger Einrichtungen, wie zum Beispiel einen großflächigen Stromausfall oder den Ausfall digitaler Systeme. Dies sind Situationen, die erhebliche Auswirkungen auf das tägliche Leben haben können.
Deshalb arbeiten die Gemeinden und die Rijksoverheid Maßnahmen, um darauf vorbereitet zu sein und sicherzustellen, dass es in einer Notsituation einen erkennbaren und zugänglichen Ort für die Einwohner gibt.
Die Einrichtung von Notfallstützpunkten steht im Einklang mit der landesweiten Kampagne „Denk Vooruit“, die die Einwohner dazu aufruft, über ihre eigene Vorbereitung auf Notfälle nachzudenken und darüber, was sie benötigen, um mindestens 72 Stunden ohne Grundversorgung zu überstehen. 

Denken Sie mit uns mit

Die Gemeinde Aalten möchte die Einwohner gerne in die Gestaltung von Notfallstützpunkten einbeziehen. Was erwarten sie von einem solchen Ort in einer Notsituation? Und welche Informationen oder welche Unterstützung würden sie dann benötigen?
Zu einem späteren Zeitpunkt wird die Gemeinde eine Umfrage unter den Einwohnern starten. Darin fragen wir nach Erwartungen und Ideen. Die Ergebnisse nutzen wir, um die Gestaltung der Notfallstützpunkte weiter auszuarbeiten. 

Sobald die Umfrage beginnt, informieren wir die Einwohner über unsere üblichen Kanäle darüber, wie sie daran teilnehmen können. 

Ideen zur Einrichtung von Notfallstützpunkten können bereits jetzt unter gemeente@aalten.nl unter Angabe des Stichworts „Notfallstützpunkte“ eingereicht werden.