Deutsch-niederländisches Kunstprojekt „Textmachine“ eröffnet
Am Mittwoch, dem 20. Mai, wurde die „Textmachine“ auf dem Markt Bocholt vor dem alten Rathaus offiziell eröffnet. Die stellvertretende Bürgermeisterin von Bocholt, Gudrun Koppers, nahm die Eröffnung dieses besonderen Kunstprojekts vor. Anwesend waren unter anderem die Künstlerin Karo Kollwitz, Bürgermeister Anton Stapelkamp und verschiedene Projektteilnehmer.

Die „Textmaschine“ ist ein grenzüberschreitendes Kunstprojekt, bei dem 23 Autoren, die in den Gemeinden Bocholt und Aalten leben, ihre eigenen Texte eingesprochen haben. Darunter sind auch die beiden Bürgermeister Christian Mangen und Anton Stapelkamp. Die Einsendungen sind ebenso vielfältig wie die Teilnehmer selbst. Es handelt sich um Geschichten, Gedichte, Lieder und persönliche Texte.
Teilnehmer
Es gingen etwa 50 Einsendungen ein, von denen 23 in das Kunstwerk integriert wurden. Zu hören sind folgende Beiträge: Christoph Blumentrath mit „Liebesbrief an eine bunte Fahne“, Laura Bramhoff mit „Grenzen“, Gerda Brethouwer mit „Joops fliegende Di“, Anke Burger mit „Erinnerung“, Maria Bußkamp mit „Hoppnunk“, Uwe Czimmek mit „Sommerhaiku – Es ist Sommer“, Klasse 4c der C-Dülmer-Schule mit „Ohne Titel“, Iris Dumoulin mit „Der Landstrasse“, Jochen Freund mit „Stadt, Land, Fluss“, Ankh Gussinklo mit „80 Jahre Freiheit im Überblick“, Bert Helmink mit „ElsQQ und das Q“, Hans Keuper mit „Dieses Land“, Elena Kock mit „Sommertage“, Karo Kollwitz mit „Gedichtmaschine“, Gerrit Maalderink mit „Brief von meinem Gold“, Judith Nothnagel mit „Schattenspiel – Sich wandelnde Welt“, Rocco Ostermann mit „Hier bist du“, Christian Mangen mit „Lebenslauf“, Katja Perrecci mit „ohne Titel“, Harald Richer mit „Gute Nachbarschaft“, Alice Spoelder mit „Kabouter in Bredevoort“, Anton Stapelkamp mit „Aaltens volkslied“, Louis Veldhuis mit „Met mien hond“ und Silke Vogten mit „Nacktschnecken und Idioten“.
Kunst auf der Straße
Laut der Künstlerin Karo Kollwitz liegen Worte und Poesie auf der Straße, aber man muss schon darauf achten. Dieses Objekt macht das sichtbar. Das spiegelt sich auch in der Funktionsweise der Textmaschine wider. Das Kunstobjekt in Form einer Wolke ist an einem Laternenpfahl befestigt und besteht aus 23 Knöpfen. Hinter jedem Knopf verbirgt sich eine andere Aufnahme. Besucher können selbst einen Knopf drücken und den verschiedenen Stimmen und Geschichten aus der Region lauschen. Die Texte werden bewusst nicht laut im öffentlichen Raum abgespielt, vor allem nachts, um die Anwohner nicht zu stören. Wer zuhören möchte, muss wirklich kurz innehalten, einen Knopf drücken und aufmerksam zuhören.
Ab Ende Juli auch in Aalten zu sehen
Mit der Textmachine arbeiten Bocholt und die Gemeinde Aalten erneut gemeinsam an einem grenzüberschreitenden Kulturprojekt.
Die Textmaschine bleibt bis Ende Juli auf dem Markt Bocholt stehen. Danach wird das Kunstwerk nach Aalten verlegt. Dort wird es an einem Laternenpfahl vor dem Nationalen Untertauchmuseum aufgestellt. Zu einem späteren Zeitpunkt findet auch in Aalten eine offizielle Einweihung statt.
Über die Textmaschine
Seit 2006 war die Installation an verschiedenen Orten zu sehen, darunter in Hamburg, Zürich und Helsinki. Das Kunstwerk wurde von der Künstlerin Karo Kollwitz entwickelt. Sie absolvierte ihr Studium an der Bauhaus-Universität Weimar und der Hochschule für Bildende Künste Leipzig und stellt ihre großformatigen Installationen und Objekte international aus. Die Installation vereint Geschichten, Stimmen und Erfahrungen von Einwohner*innen beider Gemeinden und zeigt, wie Kunst, Kultur und Geschichten Menschen miteinander verbinden können.
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