Verleihung der Auszeichnungen 2026

Am Freitag, dem 24. April, hat Bürgermeister Stapelkamp im Rahmen der jährlichen Verleihung königlicher Auszeichnungen fünf besonderen Einwohnern der Gemeinde Aalten Ehrungen verliehen, die sich nach Ansicht des Kapitels für die zivilen Orden „über einen längeren Zeitraum hinweg für das Wohl der Gesellschaft eingesetzt oder andere dazu angeregt haben“. Mit ihrem langjährigen und vielseitigen Engagement sind sie von großer Bedeutung für die lokale Gemeinschaft und ein bleibendes Vorbild für engagierte ehrenamtliche Arbeit.

Die folgenden Einwohner wurden mit einem königlichen Orden ausgezeichnet (in zufälliger Reihenfolge). Alle fünf haben die Insignien erhalten, die mit der Ernennung zum Mitglied des Ordens von Oranien-Nassau verbunden sind.

Frau Ans Laarman-Meulenbeek (70 Jahre) aus Bredevoort 

Frau Laarman-Meulenbeek engagiert sich seit mehr als 20 Jahren mit großem Einsatz für die Protestantische Gemeinde Bredevoort. Von 2001 bis 2009 war sie Sekretärin und seit 2012 ist sie als Gemeindemitarbeiterin tätig. In dieser Rolle macht sie Hausbesuche, bietet Unterstützung bei Krankheit und Verlust und pflegt herzliche Kontakte zu den Gemeindemitgliedern. Ihre Fachkompetenz, ihr Engagement und ihre Herzlichkeit machen sie zu einer wertvollen Stütze innerhalb der Gemeinde.

Darüber hinaus war sie jahrelang beim Stadskoor Bredevoort aktiv, wo sie leitende Funktionen innehatte und auch als Sängerin engagiert blieb. Seit 2014 ist sie außerdem ehrenamtlich beim Fremdenverkehrsamt Bredevoort tätig, wo sie eine wichtige Rolle bei der Koordination der Freiwilligen und der täglichen Organisation spielt. Sie gilt als zuverlässige und gastfreundliche Ansprechpartnerin und bringt sich auch bei praktischen Aufgaben sehr engagiert ein.

Zuvor war sie auch als Sekretärin bei der Stiftung KREK tätig, wo sie sich für die Organisation von Kursen und Workshops im kreativen und pädagogischen Bereich engagierte.

Herr Evert Lensink (80 Jahre) aus Aalten

Herr Lensink engagiert sich seit mehr als 60 Jahren ununterbrochen für die lokale Gemeinschaft. In dieser Zeit hat er sich für verschiedene Vereine in den Bereichen Kultur, Naturschutz und Sport eingesetzt. Seit 1964 ist er beim Theaterverein „De Haort“ aktiv, wo er sowohl auf der Bühne als auch hinter den Kulissen eine wichtige Rolle spielt. Darüber hinaus ist er seit fast 40 Jahren im niederländischen Imkerverband aktiv, wo er unter anderem als Vorstandsmitglied, Betreuer und Ratgeber ein unverzichtbares Bindeglied ist.

Auch innerhalb der Wildbewirtschaftungseinheit Aalten leistet er seit 15 Jahren einen wertvollen Beitrag zum Naturschutz und zur Naturvermittlung. Darüber hinaus engagiert er sich unter anderem bei der Jagdhundeschule Oost-Achterhoek, der Hoogstambrigade Winterswijk und der Stiftung De Wenninkmolen, wo er als Schatzmeister tätig ist.

Beim Sportverein AZSV ist er bereits seit 1970 als ehrenamtlicher Helfer tätig. Er spielte eine wichtige Rolle in der Jugendabteilung, war Mitbegründer und treibende Kraft hinter dem Frauenfußball im Verein und hilft nach wie vor bei der Instandhaltung des Sportparks Villekamp.

Herr Henk Veerbeek (74 Jahre) aus Dinxperlo

Herr Veerbeek hat sich jahrelang mit großem Engagement für die Gemeinde in Dinxperlo eingesetzt. Von 2006 bis 2022 war er Sekretär des Oranje-Vereins VVNF, wo er eine zentrale Rolle bei der Organisation von Veranstaltungen, unter anderem rund um den Königstag, spielte. Auch nach Ablauf seiner Amtszeit blieb er als Freiwilliger engagiert und stand für unterstützende Tätigkeiten zur Verfügung.

Darüber hinaus engagiert er sich seit gut zehn Jahren für die Protestantische Gemeinde Dinxperlo, unter anderem als technischer Leiter des Kirchenradios und als Redaktionsmitglied der KirchenzeitungKerkpad“. Während des Umbaus des Gemeindezentrums leistete er zudem einen wichtigen praktischen Beitrag.

Außerdem war er Koordinator bei der Stiftung „Het Gehandicapte Kind“ und ist seit 2023 Vorstandsmitglied bei der PCOB, wo er sich unter anderem um die Kommunikation und die Organisation von Veranstaltungen für Senioren kümmert.

Frau Henriëtte Klein Entink (72 Jahre) aus Aalten

Seit 1986 engagiert sich Frau Klein Entink ehrenamtlich bei den Ferienwochen der Interkonfessionellen Lagerkommission Achterhoek. Diese Ferienwochen bieten jedes Jahr Menschen, die ohne Begleitung nicht in den Urlaub fahren können, eine wertvolle und sichere Woche voller Fürsorge und Aufmerksamkeit. Seit fast 40 Jahren spielt sie dabei eine vielseitige und unverzichtbare Rolle, unter anderem bei der persönlichen Betreuung, der Begleitung bei Ausflügen sowie der Vorbereitung und Durchführung des Programms.

Darüber hinaus ist sie seit 1998 in der Protestantischen Gemeinde Aalten aktiv. Bis heute engagiert sie sich mit Leib und Seele als Besuchsdienstmitarbeiterin. Dabei schenkt sie Gemeindemitgliedern, die mit Krankheit, Einsamkeit oder anderen schwierigen Lebensumständen zu kämpfen haben, ihre Aufmerksamkeit und Unterstützung. Außerdem ist sie an der Organisation des Startsonntags beteiligt und hilft wöchentlich beim Kaffeedienst nach dem Gottesdienst.

Neben ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit übernimmt sie seit langem intensive Pflegeaufgaben innerhalb ihrer Familie und setzt sich dabei mit großem Engagement für ihre Angehörigen ein.

Herr Theo Aaldering (76 Jahre) aus Dinxperlo

Herr Aaldering engagiert sich bereits seit 1985 aktiv im Fußball in Dinxperlo und spielte eine Schlüsselrolle beim FC Dinxperlo, der aus dem Zusammenschluss von SV Dinxperlo und DZSV hervorgegangen ist. In diesem Prozess fungierte er als verbindendes Element zwischen beiden Vereinen und leistete einen wichtigen Beitrag zur Verwirklichung des Zusammenschlusses im Jahr 2019. Zudem war er eng an der Realisierung des neuen Sportkomplexes beteiligt, sowohl bei den Vorbereitungen gegenüber der Gemeinde als auch während der Umsetzung, wobei er Freiwillige leitete und sich praktisch engagierte.

Beim FC Dinxperlo hatte er verschiedene Funktionen inne, vom Jugendleiter und Schiedsrichter bis hin zum Vorstandsmitglied und Vorsitzenden. Auch heute noch engagiert er sich wöchentlich aktiv für die Organisation, Koordination und Unterstützung verschiedener Aktivitäten innerhalb des Vereins.

Darüber hinaus engagiert sich Herr Aaldering seit Jahren für Alzheimer Nederland als Koordinator, Bezirksleiter und Spendensammler. Seit 2017 ist er außerdem ehrenamtlicher Fahrer des Elektroautos bei der Pflegeeinrichtung Careaz, wo er ältere Menschen und Menschen mit Behinderung befördert und so zu ihrer Selbstständigkeit und ihren sozialen Kontakten beiträgt.

Außerdem ist er seit sechs Jahren ehrenamtlich bei der Farm & Country Fair tätig, wo er über den FC Dinxperlo unterstützende Aufgaben wie Geländearbeiten und Verkehrsregelung übernimmt.

Rede von Bürgermeister Anton Stapelkamp

Liebe Leute, 

Schön, dass Sie da sind, herzlich willkommen in dieser historischen und doch gemütlichen St.-Joris-Kirche – und natürlich vor allem die Menschen hier in der ersten Reihe, unsere Ausgezeichneten. Auch diejenigen, die jetzt live oder später über „Kerkdienstgemist“ zuschauen, sind natürlich herzlich willkommen; schön, dass Sie so doch ein wenig dabei sein können. 

An diesem besonderen Tag der Verleihung von Orden und Auszeichnungen, der offiziell als „Algemene Gelegenheid“ bezeichnet wird, habe ich heute die Ehre, im Namen Seiner Majestät des Königs fünf Einwohner der Gemeinde Aalten für ihren großen Einsatz und ihre Verdienste um unsere Gesellschaft auszuzeichnen.

An einem so besonderen Tag versuchen wir gerade, ihn für die Ausgezeichneten zu etwas Besonderem zu machen. Zusammen mit Suzan Westerveld, meiner unschätzbaren Mitarbeiterin für Kabinettsangelegenheiten, habe ich diese Menschen heute Morgen zu Hause überrascht, den ersten bereits gegen acht Uhr. Eine Überraschung, auch wenn es sich für manche eher wie ein Überfall angefühlt haben dürfte. Wir haben es genossen, aber vor allem haben wir gesehen, wie Sie gestrahlt und sich gefreut haben, zusammen mit einer kleinen Gruppe von Menschen, die ebenfalls in die Verschwörung eingeweiht und an der Nominierung beteiligt waren. 

Für uns ist es immer ein bisschen spannend: Würden wir Sie zu Hause antreffen? Glücklicherweise lief es, wie eigentlich immer, reibungslos, und wir trafen uns am vereinbarten Ort. Durch diese frühzeitige Ankündigung hatten Sie die Möglichkeit, sich kurz zu sammeln und auf dieses Treffen vorzubereiten, sich etwas aufzufrischen und sich so festlich zu kleiden, wie Sie es selbst wollten. Es war schon ein kleiner Schreck, wie wir feststellten. Es ist uns gelungen, Sie rechtzeitig zur Verleihung zu bringen, wir sind vollzählig, die Feier kann beginnen.

Soweit ich weiß, findet diese Verleihung zum ersten Mal in dieser Kirche in Bredevoort statt. Meistens schauen wir vorher kurz nach, woher die meisten Ausgezeichneten – ein vornehmes Wort für diejenigen, die heute geehrt werden – stammen und/oder wo sie ihre ehrenamtliche Arbeit leisten. Und dieses Jahr hatten wir wieder einmal eine Ausgezeichnete aus Bredevoort, und deshalb sind wir nun hier zusammengekommen. Und da viele von Ihnen wahrscheinlich zum ersten Mal in ihrem Leben in dieser Kirche sind, ist es vielleicht auch schön, etwas über diese Kirche zu erzählen. Schließlich bin ich auch Beauftragter für Kultur, Kulturerbe und Tourismus im Kollegium. 

Diese Kirche ist demHeiligen Georg geweiht, einem Märtyrer aus dem vierten Jahrhundert, der ebenso wie unser Nikolaus in der Türkei geboren wurde, seine Heldentat jedoch als römischer Soldat in Libyen vollbrachte. Nach den Kreuzzügen wurde er in ganz Europa bekannt; man begegnet ihm als Giorgio, Göran, Georg, George, Jorge, Jerzy und Jordi. Er ist der Schutzpatron der Pfadfinder, der Burgvögte von Bredevoort, aber auch vieler Länder und Städte, wie zum Beispiel Englands. Bemerkenswert ist, dass er auch in der islamischen Welt anerkannt wird; er soll in Israel begraben liegen. Die Turmspitze hat daher auch keinen Wetterhahn, sondern wird von Sankt Georg geschmückt. Gestern war sein Namenstag, und diese Verleihung passt da wieder gut dazu: Ihr seid vielleicht keine Heiligen, keine Pfadfinder oder tapfere Drachentöter, aber ihr seid dienende Helden. Helden unserer partizipativen Demokratie, aktive Bürger. 

Die ältesten Fundamente dieser Kirche stammen bereits aus dem Jahr 1316. Vermutlich diente das Gebäude als Kapelle der nahegelegenen Burg von Bredevoort. Nach der Eroberung von Bredevoort im Jahr 1597 durch Prinz Maurits wurde die Festungsstadt von den Söldnern geplündert und die Kirche vollständig zerstört. Die Kirche, wie wir sie kennen, wurde also nie von Katholiken genutzt, sondern von Anfang an für den protestantischen Gottesdienst eingerichtet, auch wenn die älteste Kirchenglocke noch römisch-katholischen Ursprungs ist. Im Jahr 1646, kurz vor dem Ende des Achtzigjährigen Krieges, schlug zudem einBlitz in den Pulverturm des Schlosses ein. Die darauf folgende Explosion beschädigte zahlreiche Gebäude in der Umgebung. Das Schloss war zu einer Ruine geworden, und auch die Kirche erlitt erheblichen Schaden. Vierzig Menschen kamen ums Leben. Elf von ihnen wurden im Chor begraben. Die Kirche wurde wieder aufgebaut, allerdings etwas kleiner als ihr Vorgänger. 

Aber zurück zum heutigen Tag. Zurück zu den Helden dieses Tages. Fünf Einwohner unserer Gemeinde werden heute für ihren ehrenamtlichen Einsatz für unsere Gemeinschaft mit einem königlichen Orden ausgezeichnet. Glücklicherweise leben wir in einer Demokratie, und eine Demokratie setzt voraus, dass sich die Menschen als Bürger verhalten, die sich für die Gemeinschaft, der sie angehören, verantwortlich wissen und fühlen, die sie aber auch selbst mitgestalten. Dieses Bewusstsein haben wir in den letzten Jahrzehnten ein wenig verloren; allerlei Hilfsbereitschaft und Mitmenschlichkeit sind mittlerweile staatlich reglementiert und zu einem Recht auf eine Leistung oder eine Sozialhilfe verrechtlicht worden. Dabei setzt die Nachbarschaft, auf die wir so stolz sind, voraus, dass wir füreinander da sind, dass wir bereit sind zu teilen, dass wir uns auf unsere Nachbarn verlassen können und uns bewusst sind, dass auch auf uns ein Rückgriff erfolgen darf. Dieses Denken aus der Gemeinschaft heraus, aus dem „Wir“, steht im krassen Gegensatz zum Individualismus des modernen Lebensgefühls. Seit Corona werden beispielsweise viel mehr Menschen im kleinen Kreis beerdigt, während dies früher viel stärker von der Gemeinschaft aus erfolgte, wobei die Nachbarn einbezogen wurden. Das Gleiche gilt für Hochzeitstage, auch diese werden immer häufiger im engsten Kreis gefeiert. Die Region Achterhoek ist bei dieser Entwicklung vielleicht nicht führend, aber auch wir sind davon betroffen. Auch unser Vereinsleben hat Schwierigkeiten, Mitglieder zu finden, die nicht nur etwas mitnehmen, sondern auch bereit sind, etwas beizutragen. Viele Mitglieder sind zwar bereit, gelegentlich eine kleine Aufgabe zu übernehmen, aber viele sind nicht mehr bereit, ein Amt oder eine Aufgabe zu übernehmen, die über einen längeren Zeitraum Verpflichtungen und Verantwortlichkeiten mit sich bringt. Viele engagieren sich heute ehrenamtlich, weil man sich dadurch weiterentwickeln kann und weil es gut im Lebenslauf aussieht. Freiwilligenarbeit ist damit kein Dienst mehr, Eigeninteresse und Vergnügen werden wichtiger. Man sieht es auch an der Zunahme von individueller Sportausübung und Bewegung, Freiheit und Unbeschwertheit, allein oder mit ein paar Freunden joggen oder ins Fitnessstudio gehen, wann es einem passt und ohne dass man dafür etwas zurückgeben muss. Wir müssen nicht mit dem Finger auf diesen oder jenen zeigen, dieser Virus steckt uns alle an. Aber macht es uns glücklicher? Wird unsere Gemeinschaft dadurch stärker? Steigt das Wohlbefinden? Ich bezweifle es sehr, oder nein, ich bin mir eigentlich sicher, dass wir dadurch nicht glücklicher werden. Und deshalb ist es so schön, heute fünf Einwohner von Aalten ins Rampenlicht zu rücken, die jahrelang als aktive Bürger ihre Verantwortung für unsere Gemeinschaft übernommen haben. Nicht, weil es ihnen keine Mühe gekostet hätte oder weil es immer Spaß gemacht und einfach gewesen wäre, sondern weil sie sich ihrer Verantwortung bewusst waren. Und deshalb bin ich ein Fan dieses vielleicht etwas altmodischen, fast schon feudalen, aber ach so berechtigten Systems königlicher Auszeichnungen für gesellschaftliches Engagement, für aktive Bürgerschaft. 

Bürger schlagen selbst einen Mitbürger vor, müssen dies ausführlich begründen und begründen, und dann geht der Antrag über den Bürgermeister und den Kommissar des Königs an das Kapitel der Zivilorden, und schließlich prüft noch ein Minister den Antrag, bevor der König als Großmeister des Kapitels seine Unterschrift leistet. Man wird nicht einfach so ausgezeichnet; als Kriterium gilt, dass „man sich über einen längeren Zeitraum zum Wohle der Gesellschaft engagiert oder andere dazu angeregt hat“.

Ich komme nun zur eigentlichen Verleihung. Sie sitzen bereits in der richtigen Reihenfolge. Wenn Sie an der Reihe sind, möchte ich Sie bitten, aufzustehen, damit Sie alle gut sehen können – schließlich stehen Sie heute Vormittag im Rampenlicht. Ich beginne mit unserer Preisträgerin aus Bredevoort, Ans Laarman-Meulenbeek.

Ans Laarman ist bereits seit Beginn dieses Jahrhunderts eine aktive und engagierte Einwohnerin von Bredevoort. Und das neben der Betreuung ihrer Familie und ihrer Berufstätigkeit. Für die Protestantische Gemeinde Bredevoort war sie als Sekretärin tätig und in den letzten fünfzehn Jahren als Gemeindemitarbeiterin, wobei sie den Kontakt zu den Mitgliedern pflegt und ihnen in schwierigen Zeiten eine Stütze ist. Außerdem ist sie aktives Mitglied des Stadtschors Bredevoort und hatte dort eine Zeit lang den Vorsitz und anschließend das Sekretariat des Chors inne, aber auch heute noch leistet sie regelmäßig tatkräftige Unterstützung. Schließlich ist sie seit zwölf Jahren Sekretärin des örtlichen Fremdenverkehrsvereins. Eine wichtige Einrichtung in unserer Festungsstadt. Dort koordiniert sie die Arbeiten rund um die Öffnungszeiten und ist auch Ansprechpartnerin für die vielen Freiwilligen. Auch an der noch recht jungen Renovierung und Aufwertung des Fremdenverkehrsbüros hat sie ihren Teil beigetragen. Ans ist keine Person, die sich gerne in den Vordergrund drängt, sondern eine stille Kraft hinter den Kulissen, immer bereit, einen Schritt weiter zu gehen und auch die weniger attraktiven Arbeitszeiten im Fremdenverkehrsamt zu übernehmen. Doch heute rücken wir sie in den Vordergrund und stellen sie ins Rampenlicht. Es ist mir daher eine große Freude, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass es Seiner Majestät gefallen hat, Sie, Johanna Antoinette Hendrina Laarman-Meulenbeek, zum Mitglied des Ordens von Oranien-Nassau zu ernennen.

Von Bredevoort aus gehen wir in südwestlicher Richtung hinunter und gelangen so in das Viertel „Zeeheldenbuurt“ zu Evert Lensink. Evert Lensink, in unserem Dorf auch als der „Klompenmann“ von Welkoop bekannt, ist schon sein ganzes Erwachsenenleben lang in zahlreichen Bereichen in und für unsere Gemeinde aktiv. Ein vielseitiger Mensch, ein fast unermüdlicher Macher – stillsitzen ist sozusagen keine seiner Kernkompetenzen. In De Haart engagiert er sich bereits seit sechzig Jahren im Theaterverein, der für seine groß angelegten Freilichtspiele bekannt ist. Evert steht nicht nur auf der Bühne, sondern kümmert sich auch intensiv um die Organisation der Aufführungen. Seit fünfzig Jahren ist er in unserem Fußballverein AZSV aktiv. Sowohl für die Jugend als auch für die Damen hat er sich sehr engagiert, und davon profitiert dieser führende Verein noch immer. Genauso wie bei seiner Pflegearbeit auf dem Gelände. Seit vierzig Jahren ist er zudem ein fleißiges Mitglied in der Aalter Abteilung des niederländischen Imkerverbands. Er ist auch in der WildbeheerEenheid Aalten aktiv; viele werden ihn wohl schon einmal am Informationswagen getroffen haben, den die WBW bei zahlreichen veranstaltungen . Für die Stiftung Wenninkmolen in Lintelo fungiert er als Schatzmeister, beim Kegelclub war er ebenfalls zwölf Jahre lang Schatzmeister, bei der Hoogstambrigade in Winterswijk kennt man ihn als geschätzte Kraft für Instandhaltungsarbeiten und schließlich leistet er auch seinen Beitrag zu den Trainings und Prüfungen der Jagdhundeschule in der Oost-Achterhoek. Alles in allem ein beeindruckendes Werk an ehrenamtlicher Arbeit – was hat er nicht getan, fragt man sich fast? Und woher hat er nur die Zeit genommen? Auch für ihn hatte ein Tag doch nur 24 Stunden! Es ist mir daher eine große Freude, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass es Seiner Majestät gefallen hat, Sie, Evert Lensink, zum Mitglied des Ordens von Oranien-Nassau zu ernennen.

Weiter südlich, aber immer noch in Aalten, kommen wir in das Viertel der Dichter, genauer gesagt zu Henriëtte Klein Entink-van Loon. Henriëtte ist vor allem in und für die Protestantische Gemeinde Aalten tätig. Bereits seit 1998 leistet sie als Besuchshelferin vielfältige seelsorgerische Arbeit, serviert aber auch Kaffee nach den Gottesdiensten und engagiert sich bei der Organisation des jährlichen Startsonntags. Neben der Aufmerksamkeit und Fürsorge für ihren Mann war sie auch jahrelang eine fürsorgliche Pflegekraft für ihre Mutter. Aber der ehrenamtliche Einsatz, für den sie nun vorgeschlagen wurde, liegt meiner Meinung nach vor allem in ihrer Arbeit für die Interkirchliche Lagerkommission Achterhoek. Die gemeinsamen Diakonien organisieren bereits seit Jahrzehnten Ferienwochen für Menschen, die ohne Betreuung und Begleitung sonst nicht in den Urlaub fahren können. Jährlich genießen so mehr als hundert Menschen aus dem Achterhoek einen Urlaub, und Dutzende von Freiwilligen sorgen für die Begleitung. Eine feste Größe dabei ist Henriëtte Klein Entink, die bereits seit vierzig Jahren dabei ist. Sie ist eine fröhliche, energiegeladene, aber vor allem fürsorgliche Freiwillige, die den Menschen um sie herum Aufmerksamkeit schenkt; nichts ist ihr zu viel. Und deshalb freue ich mich, Ihnen, Henriëtte Anna Maria Klein Entink-van Loon, mitteilen zu dürfen, dass es Seiner Majestät, dem König, gefallen hat, Sie zum Mitglied des Ordens von Oranien-Nassau zu ernennen.

Wir nehmen den Dinxperlosestraatweg Aaltenseweg über den Aaltenseweg zu Theo Aaldering. Auf dem wunderschönen Gelände des FC Dinxperlo habe ich ihn heute Morgen aufgesucht, und glücklicherweise konnte er auch dort sein – vor zwei Wochen lag er noch im Krankenhaus. Schön, dass du heute Morgen hier in Bredevoort doch dabei sein kannst. Seit Jahrzehnten ist Theo Aaldering eine tragende Säule des Dinxperser Fußballs. Zunächst als Jugendleiter, Trainer und Schiedsrichter, später als Vorstandsmitglied und in dieser Funktion in verschiedenen Ausschüssen tätig. Wie an vielen anderen Orten im Land herrscht auch hier regelmäßig große Rivalität zwischen Fußballvereinen aus demselben Dorf, und in Dinxperlo konnten die Blauen und die Grünen dem durchaus etwas entgegensetzen. Theo war schon vor langer Zeit vom Nutzen eines Zusammenschlusses der Vereine DZSV und SV Dinxperlo überzeugt, aber es war ein langer Weg, bis die Entscheidung fiel und der FC Dinxperlo entstand sowie ein neues Vereinsheim. Theo hat sehr viel dazu beigetragen; er musste sich die Zunge aus dem Leib reden – ein Grund, ihm 2022 die Ehrenmedaille der Gemeinde Aalten zu verleihen. Und inzwischen sind fast alle mit der Fusion zufrieden, und die erste Mannschaft wurde in der vergangenen Saison sogar Meister. Im Namen des FC Dinxperlo ist Theo außerdem jedes Jahr als Freiwilliger auf der Farm & Country Fair tätig; die Vergütung, die die Organisation dafür zahlt, kommt wiederum dem Verein zugute. Aber auch außerhalb der Fußballwelt ist Theo aktiv. Er engagiert sich schon seit geraumer Zeit für Alzheimer Nederland und fährt zudem mit dem Elektroauto durch Dinxperlo und Umgebung, um ältere Menschen und Menschen mit Behinderung von A nach B zu bringen. Es ist mir daher eine große Freude, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass es Seiner Majestät gefallen hat, Sie, Theodorus Henricus Johannes Aaldering, zum Mitglied des Ordens von Oranien-Nassau zu ernennen.

Schließlich landen wir bei Henk Veerbeek am Beggelderveldweg. Das ist mir vertrautes Terrain, denn vor einigen Jahren durfte ich bereits seine Frau mit einem königlichen Orden auszeichnen, und so standen wir auch bei ihr unerwartet vor der Tür. Viele kennen Henk wohl vor allem als Mitglied der VVNF; sechzehn Jahre lang war er Vorstandsmitglied dieses Oranje-Vereins mit fast 6.000 Mitgliedern. Der größte des Landes, und daher gibt es viel zu tun. Auch nach seinem Rücktritt im Jahr 2022 und seiner Ernennung zum Ehrenmitglied blieb er aktiv. Bei seiner Pensionierung wollte Henk der Langeweile entgehen und suchte daher wieder nach neuen Formen der ehrenamtlichen Arbeit, in die er sich stürzen konnte. Er fand sie bei der protestantischen Gemeinde Dinxperlo, wo er alle möglichen Aufgaben rund um Verwaltung und Instandhaltung übernahm. Zudem koordiniert er für die Stiftung „Het gehandicapte kind“ die jährliche Spendenaktion. Und schließlich ist er seit einigen Jahren als Vorstandsmitglied der PCOB-Ortsgruppe Dinxperlo tätig. In zahlreichen Bereichen leistet Henk also einen fantastischen Beitrag zum Wohlergehen der Gemeinde Dinxperlo. Henk ist ein aktiver Bürger, von dem man sich noch einige mehr wünschen würde. Es ist mir daher eine große Freude, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass es Seiner Majestät gefallen hat, Sie, Hendrik Marinus Veerbeek, zum Mitglied des Ordens von Oranien-Nassau zu ernennen.

Und so nähern wir uns nun dem Ende dieser Versammlung. Es ist üblich, die Versammlung mit dem Singen unserer Nationalhymne zu beenden.

Danach gibt es noch einen kurzen Fototermin, und zum Schluss können Sie den Ausgezeichneten gratulieren. Ich bedanke mich schon einmal für Ihr Kommen, und an die Ausgezeichneten: Genießen Sie diesen festlichen Tag und lassen Sie sich einmal so richtig verwöhnen.