Frank Karelse ist der neue Klimabürgermeister
Von der ökologischen Umgestaltung seines eigenen Hauses bis hin zur Inspiration der Einwohner: Frank Karelse aus De Heurne engagiert sich als neuer Klimabürgermeister der Gemeinde Aalten. Er möchte vor allem zeigen, dass Nachhaltigkeit weder kompliziert noch extrem sein muss.

Frank Karelse lebt zusammen mit seiner Frau Greet in Heurne bei Dinxpers. Gemeinsam sind sie dabei, ihr altes Bauernhäuschen nachhaltig zu renovieren und das umliegende Land auf natürliche Weise zu gestalten, wobei sie besonders auf Pflanzen und Tiere achten. Dabei erledigen sie so viel wie möglich selbst und verwenden gerne gebrauchte Baumaterialien für das Haus sowie beispielsweise Saatgut, das sie von anderen erhalten.
Auch in seiner beruflichen Tätigkeit beschäftigt sich Frank mit dem Thema Nachhaltigkeit. Als Programmleiter für Energie an der Hochschule Arnheim und Nimwegen (HAN) ist er an Aktivitäten im Bereich der nachhaltigen Energie und Mobilität beteiligt, die von Lehre und Forschung bis hin zur Betriebsführung reichen.
Von Kindesbeinen an engagiert
Sein Interesse an Klima und Nachhaltigkeit begann schon früh. „Dieses Interesse wurde mir schon in die Wiege gelegt. Meine Eltern beschäftigten sich bereits sehr aktiv damit, als der Bericht des Club of Rome 1971 gerade erst erschienen war.“ Dieses Engagement ist ihm immer geblieben, auch wenn er im Laufe der Jahre festgestellt hat, dass nachhaltiges Leben nicht bedeutet, dass man alles perfekt machen muss. „Eine wichtige Lektion, die ich gelernt habe, ist, dass ich meine eigenen Grenzen nicht überschreiten muss. Ich muss nicht wie ein Minimalist leben, um dennoch meinen Beitrag zu leisten.“
Gemeinsam inspirieren und in Bewegung kommen
Als Klimabürgermeister möchte Frank vor allem die Einwohner miteinander verbinden und inspirieren. Er stellt fest, dass der Klimawandel für viele Menschen ein Thema ist, das ihnen Sorgen bereitet, über das aber nicht immer leicht gesprochen wird. Gerade deshalb möchte er Raum schaffen, um Erfahrungen, Ideen und Lösungen auszutauschen. „Wir müssen wirklich nicht alle zu Quinoa essenden, Hafermilch trinkenden Hipstern werden, die in Tiny Houses wohnen – bei allem Respekt“, sagt er mit einem Augenzwinkern.
„Es ist möglich, dem Klimawandel auf weniger drastische Weise entgegenzuwirken. Aber nichts zu tun, ist ebenfalls keine Option.“ Laut Frank liegt die Kraft gerade in all den kleinen Schritten, die die Menschen gemeinsam unternehmen. „Ein Tropfen auf den heißen Stein hilft nicht, aber 10.000 Tropfen helfen schon.“
Sich treffen und Ideen austauschen
Frank möchte als Klimabürgermeister zu positiver Energie und Veränderung beitragen. Das tut er unter anderem, indem er sich lokalen Nachhaltigkeitsaktivitäten und -initiativen in der Gemeinde anschließt. Auch sein eigenes Haus öffnet er gerne für Interessierte. Am 7. November nimmt er an der „Duurzame Huizenroute“ teil. Besucher können dann einen Blick in sein klassisches T-Bauernhäuschen werfen, das derzeit nachhaltig saniert wird.